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Nationalpark Aukstaitija

Holzkirche in Paluse im Aukstatija Nationalpark, Litauen

Holzkirche in Paluse im Aukstatija Nationalpark, Litauen

Ein Besuch im Aukstaitija Nationalpark ganz im Osten Litauens ist ein sehr ursprüngliches Naturerlebnis. Wildnis pur, Komfort sucht man vergeblich. Aber genau das macht den Charme des bereits 1974 zum Nationalpark erklärten Gebietes aus. Naturliebhaber auf der Suche nach Wildnis, Camper und Aktive kommen hier nicht zu kurz.

Ein Großteil des der Fläche ist bewaldet. Einzigartig ist der nahezu unberührte Urwald Azvinkia. Bis zu 200 Jahre alte Kiefern und alte Eichen kommen hier vor. Die sanfte Hügellandschaft ist ein Überbleibsel der eiszeitlichen Landschaftsformung. Seen, Wälder, Moore, Heideflächen und Wiesen prägen die wirklich sehenswerte Umgebung. 200 Vogelarten begeistern ornithologisch interessierte Besucher, zudem leben hier 60 verschiedene Säugetierarten. Wölfe, Luchse und Elche streichen durch die Wälder.

Auch ethnografisch hat der Park einiges zu bieten: Steinzeitliche Siedlungen, Hügelgräber und die alten Dörfer Salos, Vaisnoriskiai, Strazdai oder Suminai. Außerdem gibt es hier ein Imkerei-Museum und alte Wassermühlen mit teils originaler Innenausstattung. In Reskutenai finden Interessierte ein Heimatmuseum mit mehr als 2.000 Exponaten.

In Paluse befindet sich das Informationszentrum des Nationalparks. Der Ort ist ein guter Ausgangspunkt für Erkundungen im Reservat. Hier können außerdem Boote geliehen werden. Denn auch Aktive kommen im Aukstaitija Nationalpark nicht zu kurz. Die 126 Seen machen das Reservat zu einem Mekka für Wassersportler. Ihr dichtes Netz und ihre Zu- und Abflüsse stellen zusammengenommen etwa 70 Kilometer Wasserwege dar. Das Angebot wird ergänzt durch Wanderwege und Naturlehrpfade für Wanderer. Ein Radweg zwischen Paluse und Tauragnai ist in Planung.