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Kulinarik

Brot steht auf der litauischen Lebensmittelliste ganz oben. Es wird meistens aus Sauerteig hergestellt und ist oft als Roggen- oder Schwarzbrot zu bekommen. Gerne wird es mit litauischem Weißkäse serviert. Brot wird auch häufig mit Kümmel gebacken – für jene, die es zum ersten Mal probieren eine (je nach persönlichem Geschmack böse) Überraschung. Sehr lecker ist das Brot auch gebraten, mit Knoblauch und Käse. Das passt hervorragend zu einem der guten Biere Litauens.

Traditionelle Gerichte sind außerdem gefüllter Schweinedarm (vedarai), gefüllte Kartoffelklöße oder Kartoffelauflauf (kugelis). Vor allem im Sommer wird gerne kalte Suppe (saltibarsciai) gegessen. Sie besteht aus Sauermilch, Gurken, hartgekochten Eiern und Roter Bete – eine abenteuerliche, aber schmackhafte Mischung.

Vor allem an der Küste, aber auch in den Seengebieten spielt natürlich Fisch eine große Rolle. Man erhält ihn getrocknet, gepökelt oder geräuchert, aber natürlich auch frisch zubereitet. Gefüllter Hecht ist ein beliebtes Gericht, ebenso wird gerne Stint oder Hering gegessen. In Palanga findet im Februar das Stint-Fest statt, dann kann man den frisch zubereiteten Fisch direkt an den Marktständen genießen.

Die litauische Küche ist regional vielfältig beeinflusst, viele Gegenden haben ihre ganz eigenen traditionellen Gerichte. Die Suvalkier sind zum Beispiel für ihr herrlich schmeckendes Räucherfleisch berühmt. Im Norden, in Žemaitien, werden gerne Pellkartoffeln mit kastinys, einer pikanten Rahmbutter, serviert. Kartoffeln sind auch in Dzukija verbreitet, außerdem Pilzgerichte. In Oberlitauen, in Aukstaitija, stehen häufig Mehlspeisen wie Pfannkuchen und gekochte und gefüllte Teigtaschen (virtuinukai) auf den Menüplänen.

Regionale Nahrungsmittel sind beliebt und verbreitet. Im Sommer sammelt man Beeren und verarbeitet sie zu Kompott oder Marmeladen, im Herbst werden gerne Pilze gesammelt. Oft kann man diese Produkte an kleinen Marktständen erwerben.