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Klaipeda

Ännchen von Tharau Statue in Klaipeda, Litauen

Ännchen von Tharau Statue in Klaipeda, Litauen

„Ännchen von Tharau ist’s, die mir gefällt, sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld“ – so lauten die ersten Zeilen des berühmten Volksliedes aus der Feder von Simon Dach. Am nach ihm benannten Brunnen im Zentrum von Klaipeda kann man die Skulptur des anmutigen Ännchens bewundern – ein Wahrzeichen Klaipedas. Ein schöner Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang, um das ehemalige Memel zu Fuß zu entdecken. Man braucht aber gar nicht weit zu gehen: Gleich hier befindet sich auch das Theater von Klaipeda. Das heutige Gebäude wurde 1857 erbaut, aber schon früher wurden auf dem Platz Theaterstücke aufgeführt. Wer ein Souvenir sucht, wird hier bestimmt fündig: An Marktständen rund um den Theaterplatz kann man Schmuck und Bernsteinarbeiten erwerben.

Ganz in der Nähe des Theaterplatzes liegt das Historische Museum von Kleinlitauen. Hier erfährt man viel über die interessante Geschichte der Region. Überhaupt hat die Stadt viele Museen zu bieten. So gibt es unter anderem noch das Uhrenmuseum, das Meeresmuseum in Smiltyne (ein Stadtteil Klaipedas, der auf der Kurischen Nehrung liegt), das Burgmuseum oder das Schmiedemuseum zu entdecken.

Bei einem Stadtrundgang wird man vielerorts von ungewöhnlichen Skulpturen überrascht: Der Geldkrug, der Schornsteinfeger, der Altstadtwächter in Form eines Hundes, oder der Drache an der Wand der Galerie Peda lohnen eine kleine Entdeckungsreise auf den Spuren dieser Plastiken.

Die Markthallen sind ebenfalls einen Besuch wert. Wurstwaren, Gemüse, Brot, Käse und Blumen können hier erworben werden. Der Besuch von Markthallen gehört für viele Touristen zum Pflichtprogramm, kann man hier doch gut das alltägliche Leben einer Stadt beobachten.

Und nicht zuletzt gehört natürlich die Ruine der Memelburg auf die Liste der Sehenswürdigkeiten. Wer jetzt eine Pause braucht, kann in einem der vielen Cafés oder Restaurants einkehren. Die Stadt ist gut auf Gäste eingerichtet. Und in Klaipeda kann auch gefeiert werden: Am letzten Juli-Wochenende etwa wird das Meeres-Fest gefeiert. Und jedes Jahr Anfang Juni finden die internationalen Burg-Jazz-Festspiele statt. Vielleicht eine Idee für einen Besuch?
Städtereisen nach Klaipeda werden von verschiedenen Veranstaltern angeboten. Der Baltikum-Spezialist Schnieder Reisen etwa hat eine dreitägige Wochenend-Reise im Programm.

Klaipeda verfügt über den einzigen Hafen Litauens. Somit ist und war die Stadt stets ein wichtiges Handelszentrum. Heute ist sie zudem Eingangstor für viele Touristen, die per Fähre von Kiel (Verbindung ab Sassnitz wurde am 01.10.2013 eingestellt) bzw. Dänemark und Schweden nach Litauen reisen. Und Klaipeda ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Entdeckungen im Memelland oder auf der Kurischen Nehrung.

Unter den Sowjets war Klaipeda eine sogenannte „geschlossene Stadt“ – ein militärisches Sperrgebiet. Heute ist sie aufgeblüht, herausgeputzt und erwartet ihre Besucher mit einem freundlichen Erscheinungsbild.